Sani Pass und Lesotho 27.3

Die Wolken hingen immer noch tief über den Bergen, aber vorsichtig blinzelte hin und wieder die Sonne hindurch. Markus wollte so gerne den Sani-Pass, Afrikas höchsten Pass, hinauffahren. Aber war das eine gute Idee nach dem ganzen Regen? Wir fuhren durch eine Baustelle mit so viel Matsch, dass wir da schon Allrad brauchten und überlegten uns immer noch, ob das eine gute Idee war. Vor uns standen dann noch drei andere Autos, die offensichtlich dasselbe vorhatten wie wir. Also dann nichts wie hinterher. Die ersten 10 Kilometer waren wirklich eine matschige und rutschige Angelegenheit. Man sah aber schon wie der Himmel aufmachte und eine wunderschöne Berglandschaft der Drakensberge preisgab. An der südafrikanischen Grenze checkten wir aus und holperten durchs Niemandsland den Pass hinauf. Glücklicherweise hatten wir die Pampe auch in Südafrika gelassen und kämpften uns über Stock und Stein nach oben. Diese Bewährungsprobe bestand unsere Cordula (so wurde unser Auto zwischenzeitlich getauft) mit Bravour. Unser Gepäck hingegen hatte sich im Wageninneren selbstständig gemacht und aufgelöst. 
Die Szenerie die sich uns unterwegs bot war wahrlich atemberaubend. 
Um im höchsten Pub Afrikas ein Bier zu trinken mussten wir zuerst alle in Lesotho einreisen. Was war das dann für eine herrliche Erfrischung nach diesem Ritt.
Durch das beschauliche Lesotho fuhren wir wieder nach Südafrika, vorbei an blitzsauberen Rundhütten mit kleinen Vorgärtchen und vielen lachenden Menschen am Straßenrand.
Es war schon in der Dämmerung als wir am Campingplatz Meiringkloof ankamen. Froh einen so schönen Platz zum Schlafen gefunden zu haben, machten wir ein großes Feuer in unserer Feuerstelle.