Kgaligadi NP, 4.4

Um 7 standen wir am Parkgate und durften gleich los zum ersten Game-Drive. Da es sehr trocken war, hofften wir auf reges Treiben an den Wasserlöchern. Fehlanzeige. So führen wir durch den staubigen Park immer mit den Augen die Gegend absuchend nach irgend etwas das atmet und natürlich nach Wagenkolonnen am Wegesrand. Jeder Safariprofi weiß, wo viele Autos stehen, da sind Katzen. Was freuten wir uns wie die Schneekönige, als vor uns 5 Autos standen. Das Fernglas wurde schnell gezückt und geschaut in welche Richtung die Teleobjektive zeigten und dann einfach drauf halten. Es waren Vögel ...Und dann auch zwei Weißbürzelsinghabichte, die bei uns schon zum running Gag im ersten Afrika-Urlaub wurden. Höflichkeitshalber machten wir ein paar Fotos von den Kalahari Chicken, wie sie auch genannt werden.
So schnell ließen wir uns nicht verdrießen und schaukelten weiter, vorbei an den grazilen Springböcken und an den Oryxantilopen mit ihren mächtigen Hörnern. Immer wieder hüpften die kleinen Erdhörnchen mit dem buschigen Schwanz über die Straße, machten Männchen und hüpften weiter. Nur wenig später taten es ihnen die Erdmännchen gleich und wir waren verliebt. Nach noch mehr Antilopen, Vögeln und Hörnchen fuhren wir ziemlich erschöpft vom vielen Schauen zurück ins Camp. Die Strecken die man hier so zurücklegt sind nicht zu verachten. Wenn das Sightings-Board (dort tragen die Touristen ein wo es Tiersichtungen gab) angezeigt hätte, dass Löwen in der Nähe wären, dann hätten wir uns noch einmal aufgemacht. Aber leider war da nichts und so blieben wir am Camp.