Hakusembe, Rundu, 22.4 bis 23.4

Auf dem Weg nach Rundu ... Roy's Camp

Der Okavango ... auf der anderen Seite Angola
Der Okavango ... auf der anderen Seite Angola

Es regnete fast die ganze Nacht. Draußen wurde es empfindlich kühl. Doch am Morgen wärmten uns die Sonnenstrahlen schnell wieder auf.
Die letzte Strecke nach Rundu an der angolanischen Grenze musste heute noch bewältigt werden. Unterwegs frühstückten wir im kultigen Roy's Restcamp. Nur einmal war es noch aufregend, nämlich am Veterinary Disease Control Point. Wir hatten ja nun doch einiges an Fleisch, Wurst und Käse gebunkert. Ganz zu schweigen von unserem frisch erstandenen Kudufleisch. Der Beamte wollte den Führerschein sehen und wünschte uns dann eine sichere Fahrt.
Außerhalb von Rundu hatten wir uns schon eine Lodge auserkoren. Die hatten auch einen schönen Platz für uns, direkt am Ufer des Kavango, von wo wir hinüber nach Angola blicken konnten.
Das freie WiFi lockte uns am späten Nachmittag auf das Deck des Restaurants. Kochen wollten wir dann aber selbst, weil wir ja so viele Vorräte an Bord hatten. Dabei gesellte sich dann ein neuer Freund zu uns. Wir nannten ihn Gelber Hund. Nachdem er Fleischabfälle bekommen hatte, war er natürlich ständig da. Er war ja aber auch ein ganz Lieber.
Der Himmel verdunkelte sich, Blitze zuckten in der Ferne und Wind kam auf. Also brachten wir schon mal alles in Sicherheit und Gelber Hund verkroch sich unter unser Auto. Dann platschten dicke Regentropfen vom Himmel und wir saßen mit unseren Weingläsern in unserem Waschhäuschen neben dem Klo, während der Soundtrack von Out of Africa erklang. Das entbehrte nicht einer gewissen Komik.

Unsere Lodge ;-)
Unsere Lodge ;-)

23.4

Nach einer feuchten kühlen Nacht schälten wir uns aus dem Schlafsack. Markus machte uns Eier mit Speck zum Frühstück unter den wachsamen Augen von Gelber Hund. Oh war das lecker.
Später ging Markus seiner Arbeit für die Firma nach und ich meinen hausfraulichen Pflichten. Mein Buch erwartete mich dann und so setzte ich mich am Auto in den Schatten und vertiefte mich in meinen Afrikaroman. In der Ferne hörte ich Trommeln und Gesang. Das war ein großartiger Moment.
Am Nachmittag waren wir zum Sunset auf dem Deck, wo wir auch eine Kleinigkeit aßen. 
Heute war uns das Wetter hold und wir konnten am Feuer draußen sitzen.