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Camp Senyati, 1.5 bis 3.5

Ein letzter Morning-Game-Drive und immer noch keine Katze weit und breit. Wir verfolgten große Katzenspuren doch leider führten die in den Busch. Im malerischen Sedudu-Valley waren dafür die Affen los, Zebras und Elefanten grasten friedlich in der Sonne und der dicke Warzenschweinkeiler nahm ein Schlammbad.
Um 11 Uhr mussten wir aus dem Park sein und wir freuten uns schon auf eine schöne heiße Dusche. Daraus wurde nur so schnell nichts. Chobe Safari Lodge war ausgebucht, Thebe Lodge offensichtlich auch und zur Kubu Lodge wollten wir nicht. Also kauften wir erst einmal in diesem wundervollen Spar, der alles hat, ein und machten einen neuen Plan. Der hieß Camp Senyati. Wir hatten Glück und bekamen ein Plätzchen in diesem Camp, das offenbar ein "Geheimtipp" war, allein wegen dem Viewing Deck am Wasserloch und dem Elefantenbunker. Man konnte von dort einen Blick auf die trinkenden Tiere aus der Froschperspektive werfen. Sehr spannend.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, war es an der Zeit für einen Brandwein. Wir saßen gerade gemütlich auf unseren Stühlen da nahten Neuankömmlinge. Markus sprang auf und hatte schon die Heidi im Arm. Was für ein Zufall. Wir hatten immer versucht uns irgenwie irgendwo unterwegs zu treffen und es hat nie geklappt und nun an einem Platz wo keiner den anderen erwartet hätte. Heidi und Norbert hatten noch Steffi und Ben im Schlepptau, die auch aus Deutschland waren.
Am Spätnachmittag schauten wir alle zusammen den Elefanten zu und stiegen auch in den Bunker. 
Abendessen war für die einen in der Chobe Safari Lodge und für uns am Campingplatz. Auf einen Absacker trafen wir uns noch einmal am Wasserloch, wo sich die Elefanten wieder ein Stelldichein gaben.

Nach dem Frühstück zogen wir um zu den anderen Vier. Vic Falls musste warten. 
Wir erzählten, sortierten Bilder oder lasen. Es war mal wieder wie Ferien. Gegen 5 holte uns Steffi, weil Büffel zum Wasserloch kommen würden. Da rechnet man ja mal mit 5 oder 10, doch zum Schluss waren es mehrere hundert Tiere. So etwas hatten wir noch nie gesehen. Etwas später kamen trompetende Elefanten die sich ihren Platz an der sprudelnden Quelle sicherten. Die Zebras und Giraffen im Hintergrund hatten keine Chance. Als es dann dunkel war, war der Spuk vorbei und nur die Gänse saßen wie immer am Ufer.
Am Feuer wurde gegrillt und gesellig zu Abend gegessen. Ab und an trompetete ein Elefant. Markus schaute einmal vor zum Wasserloch und sah vermeintlich Hyänen, die sich dann aber als ein Rudel von 9 Wildhunden zu erkennen gaben. Sie spielten und rannten an der Wasserstelle hin und her, was den Elefanten in der Nähe nicht zu gefallen schien. Die machten ihrem Unmut recht lautstark Luft und versuchten die Hunde zu verjagen.
Als sie immer nachdrücklicher wurden gingen wir wieder nachschauen und uns bot sich eine wahrhaft spektakuläre Szene. Die Wildhunde rotteten sich zusammen und versuchten einen kleinen Elefanten von der Gruppe zu trennen. Die Elefantentanten und die Frau Mama durchschauten das finstere Manöver und eine der Kühe ging mit lautem Trompeten auf die Hunde los und danach war Ruhe.
Nachts jedoch meldete sich endlich der Löwe mit lauter Stimme zu Wort und er war nicht allzu weit weg, was wir mit wohligen Gruseln vernahmen.

Ausschlafen und gemütlich frühstücken war heute angesagt und unsere Weiterfahrt nach Simbabwe wurde wieder um einen Tag verschoben, weil es so schön war mit uns sechs. Leider mussten wir heute alle umziehen. Der Platz war viel kleiner und weit weg vom Wasserloch, aber damit mussten wir leben. Gegen Mittag gingen wir zur Chobe Safari Lodge um das WiFi zu nutzen und etwas Kühles zu trinken. Wir begutachteten den Campingplatz und fanden unsere alte Campsite wieder, wo wir schon direkt amElefantenzaun standen.
An der Bar hatten wir einen wunderschönen Blick auf den Chobe und waren erstaunt was für ein Verkehr auf dem Wasser herrschte.
Nach einem leckeren Toasted Sandwich gingen wir einkaufen und unsere Gasflaschen neu befüllen lassen, damit wir später zusammen Nudeln kochen konnten 
Am Wasserloch war wenig los diesen Abend und als wir kurz vor dem Schlafengehen noch einmal nachschauten waren nur die üblichen Gänse da. 
In der Nähe brüllte wieder der Löwe.