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Elephant Sands, 7.5

Den Sonnenaufgang wollten wir am Damm erleben. Alle Antilopen waren da, um zu äsen, die Hippos waren wieder im Wasser, die Krokodile schwammen herum und die Vögel kamen zum Trinken ans Wasser. Vor uns wollte der der Impala-Bock seine Mission erfüllen und seinen Harem beglücken, was manchen der Damen im Moment nicht so zu gefallen schien. Durch das Gebüsch schlich eine Tüpfelhyäne, die sich aber gleich darauf wieder unseren Blicken entzog.
Nachdem wir noch Feuerholz zugeladen hatten und uns von unserem Ranger verabschiedet hatten, nicht ohne zu versprechen wieder zu kommen, ging es wieder zur Grenze. 
Dieses Mal ging es noch schneller, trotz Hausdurchsuchung seitens der Botswaner. Aber unsere Boerwors sollte keiner bekommen. Als wir dann durch den Schlagbaum rollten, kam von der anderen Straße ein Mildenberger Land Rover geschaukelt. Heidi und Nobbi! Besser hätten wir das wieder nicht planen können.
Zusammen fuhren wir dann in Richtung Nata zur Elephant Sands Lodge. Zuerst sahen wir nur ein Wasserloch und viele Elefanten, aber je länger wir das Ganze beobachteten, desto mehr kamen wir uns wie auf dem Rummel vor. Selfies knippsende Touristen nur wenig Meter von mehr oder weniger verunsicherten Elefanten empfanden wir als seltsam. Der Campingplatz war eine sandige Fläche, wo man ein paar Braai-Stellen hingebaut hatte und uns Camper einfach drauf pferchte. "Geschützt" wurden wir vor den Elefanten oder die vor uns, nur durch ein paar herumliegende Baumstämme. So war immer reger Verkehr im Camp. Wir kochten zusammen, aber hatten die Augen überall. Als es dunkel wurde und die Elefanten ja eigentlich zurück in den Busch wollten, verliefen sie sich schon mal zwischen den Autos und Zelten und dann kamen, vermutlich Angestellte der Lodge mit ihrem Pick-Up und scheuchten die verängstigten Tiere mit Karacho vom Platz. Wir fanden es einfach nur schrecklich und beschlossen, dass ein Besuch reicht.