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Matingwe Lodge, 28.5 bis 31.5

28.5

Unser Heimflug rückte immer näher und somit rollten wir heute zu unserer letzten Unterkunft. Diese sollte noch einmal einen Höhepunkt setzen.
Nach fünf Stunden Fahrt kamen wir an der Matingwe Game Lodge an. Wir wurden sehr liebevoll in Empfang genommen und bezogen vor dem Abendessen unser Luxuschalet. Das Abendessen war eine Wucht mit allem was das Herz begehrt, auch mit einem schönen Wein aus dem perfekt klimatisierten Weinschrank. Nach unseren Bag-in-Box Erfahrungen war das wunderbar.



29.5

Ausgeschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück fingen wir einmal an unsere Sachen zu sortieren, doch mich rief bald die Poolliege in die Sonne. Das konnte man gut aushalten, bis wir uns dann für den Game-Drive fertig machen sollten. Wir nahmen alle unsere Winterklamotten, Mützen, Schals und Handschuhe mit, denn wenn sich die Sonne vom Tag verabschiedete, dann würde es im offenen Safari-Truck frostig werden.
Mit Willem ging es in das private Game-Reserve Welgevonden, das direkt an Matingwe grenzte. Das Reserve ist riesengroß und beherbergt 55 Lodges. Es dürfen keine Privatfahrzeuge hinein und auch die Anzahl der Safarifahrzeuge ist begrenzt. Selbst bei Wildtiersichtungen galt es Regeln einzuhalten, so dass alle Gäste die Chance haben Fotos zu machen und freie Sicht zu haben. Das machte es ein schönes Erlebnis noch einmal Elefanten zu sehen und den Nashörnern beim Grasen zu zuschauen. Fast hätten wir unsere erste Zibetkatze zu sehen, doch wir waren ein wenig zu spät. Dafür konnten wir zwei Rappenantilopenkitze aus nächster Nähe betrachten. Nach so viel frischer Luft und einem reichhaltigen Abendessen sanken wir erschöpft in unsere Kissen. Doch am nächsten Morgen wollten wir unbedingt wieder los um Löwen zu sehen. Würde es wohl dieses Mal klappen?

30.5

Unser letzter Tag in Matingwe begann um 5 Uhr früh. Angetan mit Kleidung wie für eine Polarexpedition fuhren wir nach einem Kaffee los in die Dunkelheit. Nachdem Markus sich als Beleuchter und Spotter am Tag zuvor so gut gemacht hatte, durfte er wieder mit dem Scheinwerfer bewaffnet hinter Willem sitzen. Es war so kalt, dass wir in Decken gehüllt auf dem Truck saßen und Ausschau nach Tieren mit Frostbeulen hielten. Langsam kam die Sonne über den Bergen hervor.
Willem war mit seinen Rangerkollegen immer in Kontakt und so fuhren wir gemächlich durch den Park, bis wir die anderen beiden Fahrzeuge trafen. Vor diesen lümmelten dann tatsächlich zwei Löwendamen herum und stießen Atemwolken in die Luft. Es waren Mutter und Tochter. Der Löwenmann ließ sich leider nicht blicken. Da wir nur drei Fahrzeuge waren, hatten wir alle Zeit der Welt um tolle Aufnahmen zu machen und um einfach diesen Anblick zu genießen. Irgendwann machten sich beide Damen auf in den Busch und wir brachen auf zur Kaffeepause.
Vorbei an Antilopen, Gnus und Warzenschweinen holperten wir dann hungrig wieder zurück zur Lodge. Dort erwartete uns schon ein herzhaftes Frühstück und danach ein Päuschen am Pool, bevor es Ernst wurde und wir packen mussten.
Nach dem leckeren Abendessen saßen wir mit Christine, der guten Seele des Hauses und Willem am Feuer und quatschten und erzählten.